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17.09.2019 Von: Dominik Waibel

Starke Teamleistung: Platz fünf in Kiel

Es zählten Biss, Gelassenheit und Konzentration am 5. Spieltag der Segelbundesliga in Kiel. Für den SMCÜ segelten Michael Zittlau, Frederik Schaal, Dominik Waibel und Jan Fritze.

Auf der Kieler Innenförde waren sowohl Windstärke als auch Windrichtung stark schwankend. Beides forderte schnelle Reaktionen, Voraussicht und viel Gelassenheit. Mit dem 5. Platz sind wir sehr zufrieden: Ein Abstieg in die zweite Liga ist diese Saison nicht mehr möglich.

Auf den fünften Spieltag bereiteten wir uns am Starnberger See zusammen mit dem Münchner Yacht Club und dem renommierten Schiedsrichter Uli Fink vor, der mit uns typische Regelverstöße in der Segelbundesliga diskutierte. Das half uns trotz enger Duelle das ganze Event ohne Strafkringel zu segeln.

Mit einem Laufsieg starteten wir perfekt in den Spieltag: "Wir waren von Anfang an heiß auf die Rennen", sagt Jan Fritze, "wir waren sofort voll da und auf Leistung". Am Freitag waren die Bedingungen am schwierigsten. Mit der Luvtonne direkt unter Land und damit verbundenen plötzlichen Flautenlöchern hat es im Feld stark gewürfelt: Jedes Team musste einmal Punkte einsammeln.

Auch am Samstag war es taktisch schwer zu segeln. Bei etwas leichterem aber wieder sehr drehendem Wind war es wichtig vorausschauend und gelassen zu segeln. Mit einem guten Auge für den Kurs und die Gegner haben wir in einigen sehr knappen Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen. Unsere Zieleinläufe waren oft knapp – so knapp, dass wir selbst nicht wussten wer zuerst über die Linie segelte: Meist ginge es gut für uns aus und wir verteidigten entweder unsere Position oder konnten noch einen Gegner überholen. So lagen wir am Samstagabend auf dem fünften Platz.

Für Sonntag war viel Wind vorhergesagt - Bedingungen, die uns sehr gut liegen. "Uns allen war klar, dass noch alles möglich war, elf Teams lagen mit nur vier Punkten Differenz beieinander", sagt Jan. Der Wind wehte deutlich stärker aus der Innenförde, so dass die Boote auf dem Raumwind teilweise ins Gleiten kamen. Uns gelang mit einem ersten Platz erneut ein super Start in den Tag, die Plätze drei, eins und drei ließen sogar einen Platz auf dem Podium möglich erscheinen. "Vor jedem Start haben wir unser gewohntes Ritual durchgezogen. Man hat den Jungs das Feuer in den Augen angesehen“, so Michael. "Im letzten Rennen segelten wir nicht einmal schlecht, wir hatten einfach weniger Glück als die anderen Teams und das war dann ein fünfter Platz“, fügt er hinzu. "Obwohl es regnete und kalt war hatten wir super Wind, es hat richtig Spaß gemacht zu segeln", fasst Jan den Tag zusammen. Wir beendeten den Spieltag auf dem fünften Platz und liegen damit auch in der Jahreswertung auf dem fünften Platz.

Erneut überragend segelte das Team vom Verein Seglerhaus am Wannsee, denen nun der Saisonsieg fast sicher ist. Zweiter wurde das Team vom Norddeutschen Regatta Verein vor dem Chiemsee Yacht Club.

Am dritten Oktoberwochenende findet der finale Spieltag der Segelbundesliga 2019 in Glücksburg statt.