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08.09.2019

Timo Dähn und Nick Schuler sind Landesjugendmeister 2019


Vom 05. - 08. September 2019 fand in Friedrichshafen Seemoos die Landesjugend- und Jüngstenmeisterschaft von Baden-Württemberg statt. Für den SMCÜ waren bei den 420er Timo Dähn und Nick Schuler am Start.

Nach konstanter Wettfahrtserie mit vier ersten, vier zweiten, einem dritten und einem vierten Platz sicherten sich die Beiden souverän den Meistertitel. 

Herzlichen Glückwunsch, super Leistung!

Der Dank gilt auch dem Trainerteam Tom Loewen und Aaron Scherr.

Bilder und Ergebnisse findet Ihr auf der Webseite der Seglerjugend Baden-Württemberg  https://www.ljm-bw.de/

 

Und hier der Bericht unserer Landesmeister Timo und Nick:

Die Wettervorhersage für die LJM 2019, die vom 5. Bis 8. September im WYC Friedrichshafen ausgerichtet wurde, sah bescheiden aus. Regen, Regen, Regen und 12kn Wind, verteilt über vier Tage, dennoch ließen wir uns davon nicht demotivieren. Unser Ziel stand fest: Top drei bei der Landesjüngstenmeisterschaft 2019. 

Für uns hatte die Meisterschaft bereits am Dienstag mit einem zweitägigen Training in Seemoos begonnen und „waren heiß auf die ersten Rennen!“.

Der erste Wettfahrttag hatte mit schwachem Nordwest-Wind und starken Regenschauern begonnen. Langes Warten auf die erste Wettfahrt demotivierte uns nicht und nachdem sich der Wind auf Nordost einpendelte ging es los. Stark drehender Wind, Windkanten und Regenschauer, einfach war das nicht. Ein guter Start und konsequentes Winddreher aussegeln führt zu einem soliden vierten Platz.

Der Freitag hatte entgegen der Vorhersage mit 5-8kn Wind begonnen, hoch motiviert und fokussiert ging es bereits um 9 Uhr bei „angenehmen“ 10°C aufs Wasser. Südost-Wind, ebenfalls unglaublich drehend und gespickt mit Windlöchern. Die erste Wettfahrt startete um 10 Uhr. Links im Lee des Feldes gestartet, als Erster im frischen Wind und dann der Traum eines jeden Seglers. Wende und einmal das gesamte Feld abkassieren! Klasse, rum ums Luvfass und den Vorsprung weiter ausbauen. Genauso machten wir das auch im zweiten Rennen und wir konnten jeweils einen Laufsieg einfahren. Die Verfolger kamen langsam aber sicher in den richtigen Flow und es gab spanende Positionskämpfe unter den ersten vier Plätzen. Ständige Führungswechsel hielten den Puls hoch. Mit zwei weiteren Top 3 Platzierungen standen wir am Ende des Tages auf dem zweiten Gesamtrang. 

Am Samstag gehörte das blaue Leibchen uns! Wir wussten, heute ist der entscheidende Tag, da Sonntag nur noch eine Wettfahrt gesegelt werden sollte. Da es bisher sehr gut gelaufen war, stand unser Ziel fest: „wir holen uns den Titel!“

Gesagt getan, zwei Laufsiege anschließend Platz zwei und drei nachhause gefahren. Jedoch war dies nicht einfach und etwas Glück war auch dabei. Da kamen wir bei etwas weniger Regen und leichtem Sonnenschein ordentlich ins Schwitzen, da wir nicht immer unsere gewünschte Ideallinie trafen. Einen Start verhauen, mit viel Schwung in ein Flautenloch oder den Überblick verloren – die Konzentration hatte nachgelassen. Unser Trainer fand jedoch die richtigen Worte und konnte uns weiter motivieren. Am Ende des Tages hatten wir es vorerst geschafft – Platz Eins im Gesamtrang!

Der Sonntag startet noch nasser und zuerst ohne Wind. Nach nur kurzem Warten unter AP ging es dann für die letzten beiden Wettfahrten im gelben Trikot raus auf Bahn Alpha. Die Bedingungen waren schwierig, da Regenschauer den Wind stark pendeln ließen und wir irgendwie nicht richtig in den Rhythmus gefunden hatten. Der Erste Start des Tages grandios verhauen, da wollten wir zu viel. Jedoch schafften wir es uns frei zu segeln und erreichten die Luvmarke unter den Top 4. Wir erwischten den richtigen Windstrich und konnten auf dem Vorwindkurs ordentlich Meter gut machen. Wir beendet das vorletzte Rennen der LJM auf Platz 2. Unseren direkten Verfolger konnten diese 10. Wettfahrt für sich entscheiden. Im letzten Rennen wurde es noch einmal spannend. Letzte aufbauende Worte des Trainers, denn wir wussten, die ersten zwei Plätze sind eng beieinander.
Das 11. Rennen starteten sehr gut, einer unserer besten Starts der Regatta! Und dann wollten wir alles richtig machen – falscher ging es nicht! Eine zu früh gesetzte Wende, Parade abnehmen und als Vorletzter die Luvmarke runden. Wir gaben nicht auf, kämpften weiter. Spie überfahren, na toll! Gut aufgeholt, falsche Seite gewählt, wieder zurückgefallen. Der letzte Vorwind sollte alles entscheiden. Letztendlich landeten wir auf Platz 6. Die Stimmung war schlecht, denn wir wussten nicht ob es einen zweiten Streicher geben würde und wir dann unseren Titel hergeben müssten.

Dann an Land die Erleichterung: Wir sind Landesmeister 2019!

Ger 55028 Timo Dähn / Nick Schuler