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14.05.2019

420er Ü-Team beim Izola Spring Cup Slowenien


420er Ü-Team in Izola/SLO

In den Osterferien machten sich zwei 420er-Teams (Timo/Nick und Fredi/Pius) auf den Weg nach Slowenien, um an einem 5-tägigen FSÜ-Blocktraining mit Trainer Tom und an der anschließenden Regatta, dem Easter Spring Cup, teilzunehmen. Der Wettergott versprach für die Dauer der Ostertage schönstes Frühlingswetter und anspruchsvolle Windbedingungen. Beste Voraussetzungen für unser Event, das nach einem windarmen Regatta-Wochenende in Radolfzell den eigentlichen Saisonstart markierte. Und wir sollten nicht enttäuscht werden.

In den ersten 2 Tagen machten Wind und Welle beim Wassertraining schon mal deutlich, daß das Segelgebiet vor Izola kein Kuschelrevier ist. Bei Windböen um 17kn wurden die sichtlich begeisterten Teams mit intensiven Koordinationsübungen und Manövertraining an die herausfordernden Bedingungen herangeführt. Spätestens beim 1min-Stehenbleiben an der Startlinie wurde jedem Einzelnen klar, wie wichtig ein abgestimmtes Teamwork ist, um die ausgewählte Position über einen längeren Zeitraum behaupten zu können. Wenn doch bloß diese Welle und Strömung nicht wäre...

Nachlassender Wind ab dem 3. Tag ließ die Temperaturen bis auf 20 Grad an Land ansteigen. Kurze Hose des Trainers beim Wassertraining...? Weit gefehlt. Denn die ab jetzt täglich um die Mittagszeit aufkommende Seebrise machte dem Gedanken einen Strich durch die Rechnung. Der frische Wind und das kalte Wasser zwang einen, doch lieber wärmere Klamotten drüberzustreifen. An den Seglern ging die Kleiderwahl gänzlich vorbei. Eingepackt in den wärmenden Neo absolvierten die trainingsfleißigen Teams eine Einheit nach den anderen: vom Üben von Wenden und Halsen bei allen vorherrschenden Bedingungen, über speed-optimiertes Kreuz- und Vorwindsegeln bis hin zum Erlernen von Segeltaktik und revierspezifischen Inputs. Die mehrstündigen Trainingseinheiten auf dem Wasser forderten seitens der Nachwuchssegler ihren Tribut. Spätestens um 21:00 waren alle platt. Manch einem fielen schon beim gemeinsamen Abendessen die Augen zu...

Nach der Trainingswoche galt es nun, das Gelernte in der am Freitag beginnenden Regatta erfolgversprechend umzusetzen. Trotz anvisierter Ziele vor den Augen kam schnell Frust auf. Der Respekt vor dem Gegner und ein zögerliches Agieren in der Startphase machte beiden Teams arg zu schaffen. Doch Übung macht den Meister. Stück für Stück kamen sie besser mit den Gegebenheiten zurecht und konnten durch cleveres Taktieren und guten Bootsspeed in einigen Läufen überzeugen. Super Leistung und gute Ansätze, Jungs!

Leider hatte sich Fredi durch einen Sturz in der Umkleide am Handgelenk verletzt und musste seine Position als Steuermann nach dem 3.Lauf aufgeben. Um so erfreulicher, das Susanne ohne zu Zögern für ihn einsprang und mit Pius als Schotte eine tolle Performance hinlegte. Und dies bei Kaltstart und ohne Training. Hut ab vor ihrer Leistung!

Auch wenn die Gesamtergebnisse beim Easter Cup nicht so ausgefallen sind, wie sich alle Beteiligten es sich gewünscht haben, war das angereiste Ü-Team dennoch begeistert von den gesammelten Eindrücken und Erlebnissen in Slowenien. Hatten die Segler doch ein neues Salzwasser-Seerevier kennengelernt und sich bei einer internationalen Regatta im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut verkauft. Es war ein schönes Event, dass allen Spaß gemacht hat und mit höherer Beteiligung in 2020 wiederholt werden sollte.

Tom Loewen