Detailansicht

16.05.2018 Von: Sven Hessberger

Stärken und Schwächen beim 37. Montfort Cup in Langenargen 2018

Vom Vatertag den 10.05 bis zum 12.05.2018 stand das zweite Bodenseebattle und zugleich der Montfort Cup für dieses Jahr an. Die Regatta sollte uns in erster Linie zur Vorbereitung für die Sailing Champions Leauge in Porto Cervo auf Sardinien vom 31.05. – 03.06.2018 vorbereiten. Deswegen sind wir sehr dankbar, dass kurzfristig Max Marcour vom Bayerischen Yacht-Club uns als Steuermann aushelfen konnte und somit Frederik Schaal (Taktiker), Sven Heßberger (Trimmer) und Henrik Schaal (Vorschiff) auf ihren Positionen segeln konnten und somit eine perfekte Vorbereitung hatten.

Nachdem wir am Vorabend ein neues Fockfall inklusive Rolle eingebaut haben, mussten wir am Donnerstag das Boot nur noch aufbauen und einwassern. Für Donnerstag waren sehr gute Segelbedingen von bis zu 20 Knoten vorhergesagt, nur leider auch Regen und schlechtes Wetter. Allerdings ließen wir uns von dem Wetter nicht die Laune vermiesen, sondern erfreuten uns an dem guten Wind mit dem wir bestens zurecht kamen. Nachdem wir im ersten Lauf den ersten Platz um Millimeter verpassten, machten wir das im zweiten Lauf besser und fuhren unseren ersten Laufsieg ein. Durch gute Starts, eingespielte Abläufe und einen sehr guten Bootsspeed hatten wir keinerlei Probleme mit den anderen mitzuhalten und davon zu segeln. So konnten wir bis auf einen Ausrutscher noch einen weiteren ersten Platz und einen dritten Platz segeln und somit den ersten Tag zu unserer vollsten Zufriedenheit abschließen. Am folge Tag war das Wetter zwar wieder schön, dafür war der Wind aber schwächer und unser Bootsspeed wurde immer langsamer. Im ersten Lauf des Tages und dem sechsten Gesamtlauf konnte wir durch einen überragenden letzten Vorwind auf den dritten Platz segeln. Danach war leider bei uns der Wurm drin. Zum Teil waren wir einen Tick zu spät am Start und durch den fehlenden Bootsspeed sind wir nach hinten rausgesackt. Dadurch konnten wir nicht mehr nach unserer eigenen Taktik segeln, sondern mussten schauen, dass wir an den freien Wind kommen. Dadurch, dass auch X-99 und weitere teils noch größere Boote auf gleichen bzw. nur leicht versetzten Kursen segelten, kamen wir uns hier öfters in die Quere und mussten auch hier darauf achten, dass wir nicht in die enormen Abwinde der großen und größtenteils auch schnelleren Boote gerieten. Trotz rumschrauben und vieler Tüftelei haben wir es nicht geschafft die gleiche Bootsgeschwindigkeit zu erreichen, wie die schnellsten Boote im Feld. Deshalb konnten wir in den 5 Läufen am Freitag hauptsächlich mittelmäßige Ergebnis einfahren, welche uns in der Gesamtliste von den vorderen Plätzen verdrängten. Am Abend haben wir den kompletten Trimm des Bootes durchgemessen und neu aufgesetzt, doch große Differenzen zum Soll konnten wir auch hier nicht feststellen und so blieb der Geschwindigkeitsunterschied, wenn auch geringer für den nächsten Tag erhalten. Da wir bereits 10 der 12 ausgeschriebenen Läufe gesegelt sind, waren für den Samstag nur noch 2 Läufe angedacht. Doch hier ließ uns der Wind im Stich und wir musste froh sein, dass noch ein Lauf gesegelt werden konnte. Aufgrund des Speeddefizits mussten wir uns trotz guten Starts damit begnügen im hinteren Mittelfeld an der vorletzten Tonne anzukommen. Aufgrund eines weiteren überragenden Vorwindgangs konnten wir uns noch auf den 8. Platz vorfahren, wodurch wir das Event trotz Speeddefizits mit einem guten Gefühl abschließen konnten.