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06.11.2017 Von: Dominik Waibel

Platz 3 in der Gesamtwertung der Segelbundesliga 2018

Beim Bundesligafinale in Berlin konnte das Team vom SMCÜ den dritten Platz behaupten und steht damit auf dem Podium

Lars Wehrmann

Das Bundesliga Team des Segel- und Motorbootclub Überlingens hat sich diese Saison den größten Erfolg seit Gründung des Teams ersegelt. In der ersten Segelbundesliga beendeten wir die Saison auf dem dritten Gesamtplatz. Die Gesamtwertung gewonnen hat das Team des Norddeutschen Regattavereins (NRV) aus Hamburg vor dem Titelverteidiger Deutscher Touring Yacht Club (DTYC) vom Starnberger See.

Das Finale der Segelbundesliga in Berlin vom 2. bis 4. November segelten Steuermann Steffen Heßberger mit Sven Heßberger, Dominic Fritze und Dominik Waibel.

„Es waren sehr schwierige Bedingungen, sehr leichte und stark drehende Winde. Manchmal an der Grenze zu Bedingungen die man als fair bezeichnet“, fasst Steffen Heßberger zusammen. „Bei diesen Bedingungen muss man die Nerven behalten“, fügt Dominic Fritze hinzu. Oft wurden die Rennen auf dem letzten Vorwindkurs entschieden, bis dahin war meistens noch alles möglich.

Vor dem Finale lagen wir mit dem SMCÜ Bundesligateam hinter dem Team des NRV und dem DTYC auf dem 3. Gesamtrang, verfolgt vom Team des Bayrischen Yachtclubs auf dem 4. Platz.

Da die Punktunterschiede gering waren war für uns sogar der Gesamtsieg noch möglich.

Am ersten Tag patzten die Teams vom DTYC und NRV, so dass wir auf dem ersten Gesamtrang standen und sich eine Perspektive für den Gesamtsieg eröffnete. Am zweiten Segeltag war es dann sehr schwer für uns eine richtige Taktik für die anspruchsvollen Bedingungen zu finden. Nach einigen Rennen, die nicht so liefen wie wir uns das vorgestellt hatten, fielen wir wieder auf den 3. Gesamtrang zurück.

Dennoch war auch am letzten Tag des Segelbundesliga Finales noch alles möglich und bis ins letzten Rennen war der Gesamtsieg rechnerisch noch in Reichweite. In diesem lagen wir auf dem zweiten Platz, was dem Titel des Vizemeisters entsprochen hätte, doch durch eine plötzlich einsetzende Böe überholten uns die vier hinter uns segelnden Boote, so dass wir im letzten Rennen nur mit einem letzten Platz ins Ziel segelten und damit auf dem dritten Gesamtrang blieben.

Über 40 mitgereiste Fans des SMCÜ erwarteten uns nach den Rennen an Land. Sie waren eine großartige Unterstützung und sorgten für eine super Stimmung. Der Fanclub wurde sowohl von anderen Seglern als auch von den Veranstaltern sehr bewundert und beneidet. „Ihr hebt die Segelbundesliga damit auf ein neues Niveau“, wurde den Fans zugesprochen. Sogar der Überlinger Ober-Bürgermeister Jan Zeitler war extra angereist.

„Bis vor 2 Jahren kannte uns niemand in der Segelbundesliga. Jetzt sind wir als Verein deutschlandweit bekannt“, sagt Steffen Heßberger, „auch das ist ein großer Erfolg für uns“.

„Unser Jahresziel war der Klassenerhalt, mit einem dritten Platz hätte am Anfang dieser Saison niemand gerechnet. Dass wir mit den ganz großen Vereinen in Deutschland mithalten können ist sensationell“, meint Dominic Fritze.

Ein Erfolgsrezept des SMCÜ von uns scheint es zu sein, dass wir auf einen breiten Kader aus guten Seglern setzen, die sich bei den Events abwechseln. Außerdem sorgt die gute Zusammenarbeit im Team für viel Spaß und Motivation. Beim Seglerball in Überlingen werden die Segler sich in zwei Wochen gebührend feiern und dann beginnt schon wieder die Vorbereitung für 2018, in der das SMCÜ Bundesligateam den erneut hohen Erwartungen stellen will.