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04.09.2017 Von: Frederik Schaal

Zwei Brüderpaare bei der Segelweltmeisterschaft


Die beiden Brüderpaare Sven und Steffen Heßberger, sowie Frederik und Henrik Schaal werden ab dem 12. September an der Weltmeisterschaft in der J-70 Bootsklasse auf Sardinien teilnehmen. Dort erwartet sie eine unglaubliche Flotte von 175 Booten aus 24 Ländern. „Es wird ein unglaubliches Spektakel mit so vielen Booten zu segeln. Dazu kommt noch das extrem schöne Segelrevier vor Porto Cervo auf Sardinien“ äußert Frederik Schaal seine Vorfreude.

Die vier segeln seit vielen Jahren für den Segel- und Motorboot Club Überlingen, doch dass alle vier in einem Boot sitzen gab es bisher nicht. „Ganz früher sind wir als Brüderteams gegeneinander gefahren, später dann auch mal gemischt auf der J-70, aber alle zusammen, dass hat bisher noch nie hingehauen. Umso cooler, dass es nun zu diesem Großereignis klappt“ bemerkt Sven Heßberger. Damit die vier noch ein wenig Zeit haben sich aufeinander einzustimmen und sich auf das große Feld vorzubereiten werden sie bereits fünf Tage vor der Regatta nach Sardinien fahren. „Für uns ist das eine große Umstellung“ betont Steffen Heßberger „in letzter Zeit segeln wir mit dem SMCÜ vor allem in der Segelbundesliga, da sind die Rennen rund fünfzehn Minuten lang und es segeln nur sechs Teams gleichzeitig. Wenn wir nun wieder mit so vielen Teams gleichzeitig starten müssen wir uns vor allem taktisch umstellen.“ Außerdem, so geben es die vier an, sei die Bootsgeschwindigkeit sehr entscheidend. Man müsse das Boot bei verschiedensten Bedingungen schnell segeln, damit man sich in einem so großen Feld behaupten kann. Auch dafür soll die Vorbereitungszeit auf Sardinien genutzt werden.

In der Bundesliga läuft es für das Team vom SMCÜ auf jeden Fall rund, dort belegen sie aktuell Tabellenplatz drei, stellt sich also die Frage ob ähnliches in Porto Cervo möglich ist? „Ich denke, die Topplätze werden unter den Profis ausgemacht, da hat man als Amateur kaum eine Chance. Wir werden in den ersten Rennen sehen, wo wir uns einordnen können. Danach muss vor allem die Stimmung an Bord passen, so dass wir uns im Laufe des Events weiter steigern können“ gibt Henrik Schaal an. Den passenden Namen, „Esprit d’équipe“, trägt das Boot, eine Club J-70 des SMCÜ, die mit Hilfe von Spendern und Sponsoren vor vier Jahren angeschafft werden konnte, schon mal. Bei den zahlreichen Spendern und Sponsoren möchten sich die vier deshalb auch bedanken, „ohne die wäre es nicht möglich an dieser Weltmeisterschaft oder auch sonst an der Bundesliga teilzunehmen“ betont Frederik Schaal.

Verfolgen kann man die Leistungen der vier auf der Homepage der Weltmeisterschaft: j70worlds2017.com.