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21.08.2017 Von: Dominik Waibel

Gute Ausgangslage für das Podium

Das SMCÜ Bundesliga Team aus Überlingen konnte sich am fünften Spieltag in der Segelbundesliga auf dem Podest festbeißen. Mit einem neunten Platz beim Event in Glücksburg erarbeiteten sie sich einen Vorsprung von 15 Punkten auf den Gesamtvierten und damit eine gute Ausgangsposition für das Finale in Berlin.

Gewonnen hat die Regatta der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) vor dem Norddeutschen Regattaverein (NRV) und dem Deutschen Touring Yacht Club (DTYC). Damit führt der DTYC in der Gesamttabelle.
 
Bei regelmäßigem Regen und unregelmäßigem Wind nutzten Michael und Christian Zittlau, Frederik Schaal und Steffen Hessberger ihre Erfahrungen vom Bodensee, auf dem die Winde oft genauso drehen, ihre Chancen. „Nach einem schwierigen Anfangstag konnten wir vor allem am zweiten Tag unser Können unter Beweis stellen. Bei etwas stärkeren Winden entwickelten wir eine super Geschwindigkeit auf der Kreuz und konnten mit einigen ersten und zweiten Plätzen glänzen“, sagt Frederik Schaal.
 
Bei 3 bis 5 Beaufort Windstärke wurden auf der Flensburger Förde alle 16 Flights gesegelt. Diese verlangten den Teams alles an Taktik und Manöverkönnen ab. „Es waren sehr anspruchsvolle Bedingungen, stark drehend und variierender Wind“, fasst Steffen Hessberger die Rennen zusammen.
Besonders an das letzte Rennen am Samstag erinnert sich Frederik Schaal gut:
„Der Wind hatte extrem gedreht und auch an Stärke zugenommen, so dass eine schnelle Halse gefragt war. Dieses Manöver ist bei Starkwind nicht ohne weiteres durchzuführen, weshalb wir froh waren, dass es uns gut gelang. Doch trotz schneller Halse schafften wir es nicht ins Ziel, weil der Wind zu stark gedreht hatte. Wir schossen in voller Gleitfahrt an einigen der Konkurrenten vorbei, die schon damit beschäftigt waren den Gennaker zu bergen oder sogar einen Sonnenschuss fabrizierten und sicherten uns den zweiten Platz in diesem Rennen“.
Ausgangslage für den finalen Tag war damit der siebte Platz und sehr enge Abstände nach vorne, womit eine noch bessere Platzierung möglich schien.
„Am Sonntag waren wir am Start etwas zu konservativ und haben uns ein paar Fehlentscheidungen geleistet, damit konnten wir nicht mehr nach vorne segeln“, sagt Steffen Hessberger, „ingesamt war es eine tolle Regatta. Wir haben uns als Team gefunden und sehr gut funktioniert und hatten ein tolles Wochenende, auch bei dem Sauwetter“ fasst Steffen Hessberger den Spieltag zusammen. 
„Beim Finale in Berlin Anfang November können wir nun richtig angreifen“ freut sich Steffen Hessberger.
Als nächstes großes Event steht die J70 Weltmeisterschaft in Porto Cervo Mitte September an, auf das sich das Team in den nächsten Wochen vorbereitet.