Der erste Wettfahrttag startete bei Sonnenschein und Wind zwischen 5 und 16 Knoten auf dem Wannsee. Der Regattabetrieb kam den ganzen Tag über nicht zum Stocken – insgesamt fünf Wettfahrten wurden gesegelt. Der Wannsee zeigte sich dabei einmal mehr von seiner launischen Seite: Die Windrichtung war durch den ablandigen Wind extrem unbeständig und schwer zu lesen, was es enorm schwierig machte, die Dreher früh zu erkennen und sauber auszufahren. Auch die Starts gerieten dadurch zur echten Herausforderung, da es bereits in der Startphase durchgehend drehte. Mit den Plätzen 6, 5, 6, 2 und 6 lag das Team nach Tag 1 auf Rang 15 der Tageswertung – der zweite Platz zeigte aber, dass auch vorne mitgesegelt werden kann. Am Abend ließ die Crew den Tag gemeinsam mit den anderen Teams beim Sommerfest mit Bootstaufe des Potsdamer Yachtclubs bei guter Stimmung und Live-DJ ausklingen.
Der zweite Tag brachte spürbar mehr Wind mit Spitzen bis 20 Knoten, drehend und unbeständig wie schon am Vortag. Bis etwa 18 Uhr wurden acht weitere Wettfahrten gesegelt, mit langen Phasen auf dem Wasser zwischen den Rennen. Die Platzierungen 3, 6, 2, 4, 5, 6, 4 und 6 hätten dabei noch besser ausfallen können: Immer wieder fuhr die Crew vorne mit, oft auf Platz 2 oder 3 an der ersten und teils noch an der zweiten Tonne, konnte diese guten Positionen aber im letzten Vorwind nicht ins Ziel retten. Deutlich besser liefen dagegen die Starts, hier machte das Team spürbare Fortschritte. Beim gemeinsamen Segleressen mit Salatbuffet und Grill im Potsdamer Yachtclub hatte Charlotta bei der Verlosung des Partners Gaastra Losglück und gewann eine Weste. Für den letzten Tag war bereits Spannendes angekündigt: Böen von bis zu 28 Knoten standen in der Vorhersage.
Der dritte und letzte Tag hielt, was die Vorhersage versprach – mit Böen von bis zu 34 Knoten in der Spitze zeigte sich der Wind von seiner heftigsten Seite. Boote flogen förmlich über das Revier, dazwischen immer wieder Sonnenschüsse und Boote, die komplett auf der Seite lagen. Das Team fand sich in diesen Bedingungen gut zurecht: Die Kommunikation an Bord wurde immer besser, die Starts saßen, und insgesamt zeigte die Crew eine richtig starke Leistung. Mit den Plätzen 2, 3 und 3 rundete das Team den Spieltag ab – trotz eines Frühstarts im zweiten Rennen und einer Kringelstrafe im letzten kämpfte sich die Crew jeweils noch auf Platz 3 zurück. Bereits gegen 14:30 Uhr war der Spieltag beendet, und das Team machte sich auf den Heimweg.
Gewonnen wurde der Spieltag vom Norddeutschen Regatta Verein vor dem Berliner Yacht-Club und dem Joersfelder Segel-Club. Der SMCÜ schloss den Spieltag punktgleich mit dem Potsdamer Yachtclub auf Platz 16 ab. In der Saisonwertung nach fünf von sechs Spieltagen bleibt das Team damit auf Platz 5 – mit dieser Platzierung sind wir auch in den Spieltag gestartet. Besonders erfreulich war die kontinuierliche Steigerung über die drei Tage, mit einer steilen Lernkurve bei den Starts, die sich am Ende in guten Platzierungen niederschlug.
Der sechste und letzte Spieltag der Saison findet vom 15. bis 17. Oktober wieder am Berliner Wannsee statt, ausgerichtet vom Seglerhaus am Wannsee, mit anschließender Meisterfeier.
Vielen Dank an alle, die während des Spieltags mitgefiebert und die Daumen gedrückt haben! Ein herzlicher Dank gilt außerdem den Sponsoren und Unterstützern – Volksbank Überlingen, BestChem, BestPrint und Prosana. Ohne ihre Unterstützung wäre die Teilnahme an der Segel-Bundesliga nicht möglich.
Text von Dominik Winter
Fotos von DSBL